Ein jeder Hundehalter weiß, dass er mit seinem Vierbeiner in einer Hundeschule gut aufgehoben ist. Gerade im Welpenalter ist es oft hilfreich, die Erfahrungen eines Hundetrainers sinnvoll umzusetzen und individuelle Tipps für den rechten Umgang mit dem Hund zu bekommen. Im Idealfall werden dann aus den Tieren ausgeglichene und zufriedene Hunde, die auch in der Öffentlichkeit gerne gesehen sind. Doch haben dieses Training auch sehr kleine Hunde nötig, die oft als Schoßhündchen bezeichnet werden und meist von Frauchen maßlos verwöhnt werden?
In der Schweiz hat vor kurzem eine Hundeschule eröffnet, wie es sie in Deutschland nur wenig gibt. Unter der Leitung von Marlen Maurer-Brandenberg ist in Eglisau in der Nähe von Zürich eine Zwerghundeschule für Chihuahua, Pinscher und Co. entstanden, die es sich zum Ziel gemacht hat, auch kleinsten Hunderassen eine adäquate Erziehung zukommen zu lassen.
Viele Hundebesitzer kleiner Rassen haben bereits einmal eine der üblichen Hundeschulen besucht, sind jedoch oft mit schlechten Erfahrungen für Mensch und vor allem auch für den Hund wieder nach Hause gekommen. Dies kann sich sehr negativ auf die weitere Entwicklung des Hundes auswirken und der Hund, dem etwas Negatives passiert ist, hat dann lebenslange Angst vor anderen Hunden. Dabei sind auch die Kleinsten intelligente und lebhafte Artgenossen, die jedoch manchmal in einer üblichen Hundeschule untergehen oder nicht ernst genommen werden.
In der “Tschigi-School” werden Kurse angeboten, die speziell auf die Minihunde ausgerichtet sind. Hierbei wird eine spielerische Beziehung zum Hund aufgebaut und es entsteht eine gute Vertrauensbasis für den stressfreien Umgang mit dem Vierbeiner. Übungen in der freien Natur vervollständigen die Lektion. Zudem können die Kleinen miteinander spielen, ohne Angst zu haben, von großen Artgenossen überrannt zu werden. Den Hundebesitzern ist es dabei wichtig, einen selbstbewussten Hund zu bekommen, der nicht bei jeder Situation auf den Arm genommen werden muss. Das Training richtet sich nicht nur an den Hund, sondern besonders auch an den Menschen, der lernt, sein Tier in verschiedensten Situationen einzuschätzen und zu verstehen. Optimal ist ebenfalls, dass in kleinen Gruppen mit maximal 4 Hund-Mensch Teams pro Kurs gearbeitet wird.
Die Mitarbeiter sind fundiert ausgebildete Hundetrainer, die sich regelmäßig weiterbilden. Frau Maurer-Brandenberg hat selbst drei Chihuahuas und weiß, wie schwierig es für die Kleinen und auch für die Besitzer ist, in einer üblichen Hundeschule zu bestehen. Als ausgebildete Hundetrainerin und Verhaltenstherapeutin ist es ihr ein Anliegen, allen Zwerghundebesitzern bestmöglich für Umgang mit ihrem Vierbeiner zu schulen. Dabei ist es selbstverständlich, dass komplett ohne Gewalteinwirkung gearbeitet wird. Es werden Gruppenkurse, aber auch Einzellektionen angeboten sowie Beratungen bei Verhaltensveränderungen oder –problemen.
Ihre „Tschigi-School“ versteht sich als eine Hundeschule nur für Zwerghunde, in der die Kleinen nicht von den Großen „gemobbt“ werden und in der jeder Zwerghundebesitzer ernst genommen wird. Ein Projekt, was Schule macht.




